Die eigenen Worte finden

… ist schwieriger, als es sich anhört.

Deshalb hilft uns dabei regelmäßig der Schriftsteller, Journalist und Dozent für kreatives Schreiben Rainer Würth in sogenannten Textwerkstätten. Jeder Autor der heterogenen Social-Media-Gruppe, vom Azubi bis zum Abteilungsleiter, vom Lageristen bis zur Designerin, lernt dabei, den eigenen Schreibstil zu entwickeln. Das bedeutet vor allem, das eigene Können, die eigene Ausdrucksweise und die betrieblichen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen und das Ganze in moderner Web-2.0-Form im Corporate Blog zu veröffentlichen.

Workshop_Montage

Angefangen haben wir 2013 mit den Grundlagen: Wir durchliefen die einzelnen Phasen von der Konzeption über das Schreiben selbst bis hin zur finalen Überarbeitung. Mit konkreten Beispielen führte uns Rainer Würth in die Finessen der Sprache ein. Das Spielen mit unterschiedlichen Satzlängen, Bindewörtern oder Stilformen (meine persönliche Präferenz: die Interview-Form) gehörte ebenso dazu wie das Entdecken von „Text Smells“, d. h. unnützen, leeren oder redundanten Phrasen. Apropos: Ist eine leere Phrase nicht ohnehin unnütz? Mit „Kill your darlings“ tat ich mich besonders schwer, sollte ich mich doch von liebgewonnenen, aber im Kontext unpassenden Wortspielen trennen.

Schnell war uns klar, dass Bloggen ein Prozess ist, der viel Übung und Zeit erfordert. Deshalb überarbeiten wir seit 2014 regelmäßig bestehende Texte gemeinsam mit Rainer Würth. Durch Vorher-nachher-Analysen in Form von Retrospektiven verbessern wir uns kontinuierlich. Weil inzwischen jeder Autor in der Gruppe von sich sagt, er schreibe besser und es gehe ihm einfacher von der Hand, spreche ich von einem großen Erfolg. Denn mir – seit mehr als drei Jahren leidenschaftlicher Blogger – ist klar: Nur wer Spaß am Schreiben hat und nicht mühselig nach Worten suchen muss, bleibt am Ball.

Das Erlernte geben die Teilnehmer bereits an ihre Kollegen aus den Fachabteilungen weiter, sodass die Zahl der Gastbeiträge stetig steigt. Selbst BOGY-Schüler, Praktikanten und Ferienjobber ermutigen wir zum Schreiben und unterstützen sie dabei. Ziel ist es, dass in Zukunft jeder Mitarbeiter einen Beitrag pro Jahr schreibt. Das entspräche dann mehr als einer Veröffentlichung pro Woche.

Als Fan des Bloggens beobachte ich die positive Entwicklung in unserem Unternehmen. Skeptische Stimmen gibt es vereinzelt noch, aber die kritische Masse sowohl an Autoren als auch an Beiträgen ist erreicht. Der Stein rollt.

Uli Armbruster

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Schüler lernen entwickeln – Das Interesse ist geweckt!

Ich denke, dass es in Deutschland keinen Mangel an cleveren Köpfen gibt. Vielmehr gilt es Interesse zu wecken und bei den ersten Schritten zu helfen. Deshalb habe ich am 21. Dezember 2013 die Schüler der 12. Klasse des Gymnasium Remchingen zu einem „Programmieren lernen“-Tag in die heco eingeladen.
Schüler entwickeln

Zwei von ihnen – Till und Paul – jobben ein- bis zweimal pro Woche bei uns. Was die beiden an diesem Tag für sich mitgenommen haben, schildern sie in den zwei Interviews am Ende des Beitrags. Ziel meines Workshops war es Schülern das Programmieren näher zu bringen und ihnen einen Einblick in den Beruf eins Informatikers zu geben. Da ich sie aber auch dazu animieren wollte die Materie in ihrer Ferienzeit zu vertiefen, haben wir einen Teil der Zeit zum Konfigurieren ihrer eigenen Rechner und Laptops verwendet. Das klappte bei fast allen innerhalb kürzester Zeit, sodass der weiteren Entwicklung zuhause nichts mehr im Wege stand. Im Anschluss daran hatte die Gruppe die Wahl zwischen verschiedenen Aufgaben. Die Schüler entschieden sich dafür eine Multimedia-Anwendung zu schreiben, die ein Filmverzeichnis für den Fernseher optimiert. Das Programm verschiebt sämtliche Filmordner aus einem übergeordneten Verzeichnis in weitere Unterverzeichnisse. Das macht die Navigation durch die heimische Filmbibliothek über die Fernbedienung am Fernseher deutlich leichter. Dabei zeigte ich ihnen auch, wie sie alleine und ohne meine Hilfe im Internet nach Lösungen suchen können. Quasi „Lernen lernen“. Mir war es außerdem ein besonderes Anliegen klar zu machen, dass das Durchdringen eines fachlichen Problems und die Lösungskonzeption einen Großteil der täglichen Arbeit eines Informatikers ausmachen. Das Programm hatten wir gegen 17 Uhr fertig. Ich selbst habe es seither zuhause im Einsatz. Kürzlich fragten mich Till und Paul, ob es eine Fortsetzung geben wird, weil sich weitere Schüler dafür interessieren und auch die ursprünglichen Teilnehmer gerne ihr Wissen vertiefen möchten. Diesbezüglich konnte ich den beiden eine positive Rückmeldung geben. Für den nächsten Workshop plane ich etwas Größeres. Microsoft hat schon eine Zusage als Sponsor gemacht. Darüber hinaus haben sich einige Karlsruher IT-ler bereit erklärt als Trainer zu fungieren. Mein Plan ist es mehrere Schulen anzusprechen und mit den Schülern dann eine größere Anwendung zu schreiben. Dabei werden mehrere Gruppen gebildet, in denen unterschiedliche Teile (Komponenten) der Applikation umgesetzt werden. Jede Gruppe wird dabei von ein bis zwei Trainern unterstützt. Ein spannendes Projekt also! Interessierte Schulen, Sponsoren und potentielle Trainer können sich gerne in Form eines Kommentars an mich wenden oder sich direkt bei mir melden.

Till im Interview

Kannst du dir vorstellen nach dem Abitur in das Berufsfeld Informatik einzusteigen?
Ich möchte nach dem Abitur auf jeden Fall studieren. Und am meisten interessiert mich Informatik – aber das ist ja ein sehr breit gefächertes Feld. Der Workshop mit Uli brachte mir vor allem das Programmieren an sich näher. Auch wenn ich nicht alles verstanden habe, so hat es doch mein Interesse am Programmieren und am Beruf des Entwicklers weiter gesteigert. Da mich aber auch noch andere Bereiche interessieren – zum Beispiel BWL – tendiere ich derzeit zu einem Wirtschaftsinformatik-Studium.

Hast du seit dem Workshop nochmal programmiert oder das Thema vertieft?
Ein Fachbuch hierzu hatte ich schon seit längerem bei mir zuhause liegen – allerdings hat mir irgendwie der Einstieg und Ehrgeiz gefehlt um damit anzufangen. Ein Problem war sicher auch, dass viele Begriffe für mich in dem Buch extrem kompliziert waren. Bei genauerem Hinsehen und nach dem Workshop wurde mir aber vieles klarer. Da uns besonders C# ans Herz gelegt wurde, ist dieses Fachbuch nicht das Richtige für mich, um an das neu erlangte Wissen anzuknüpfen. Uli gab mir deshalb ein entsprechendes Buch für Einsteiger. Mittlerweile habe ich mir einige Grundkenntnisse angeeignet, die in vielen Programmiersprachen ähnlich sind – wie beispielsweise die bekannten „for“- und „while“-Schleifen.

Hättest du Interesse an einem weiteren Workshop
Ich hätte große Lust auf einen weiteren Workshop. Ganz besonders interessant fände ich ein großes Softwareprojekt mit verschiedenen Gruppen. So könnte man erleben, wie ein derartiges Programm tatsächlich entsteht. Mir würde das sicher viel Spaß machen und mir zeigen, welcher Teil des Programmierens für mich besonders spannend ist.

Reicht ein Trainer um alle Schüler zu betreuen?
Wenn die Gruppen nicht größer als zehn Personen sind, dann denke ich, dass ein Trainer ausreicht. Für mehr Schüler wird es weniger informativ, zumal der Trainer auch weniger Zeit hat individuelle Fragen zu beantworten. Auch um mehr Produktivität zu erreichen wäre ein zweiter Trainer sicher eine gute Idee. Dieser könnte dann auch gezielt „schwächere“ Teilnehmer unterstützen.

Müssen Entwickler „nur“ programmieren?
Entwickler müssen viel mehr als nur Programmcode schreiben. Es geht darum ein Problem möglichst gut zu verstehen und dafür eine einfache und effektive Lösung zu finden. Ein Programm zu schreiben, ohne vorab zu wissen, was man mit dem Programm erreichen will und vor allem wie es aufgebaut sein soll, führt nicht zum Ziel.

Wem würdest du diesen Workshop empfehlen?
Schülern, die ehrgeizig und wissbegierig sind und Interesse am Programmieren haben. Vor allem wer später einmal etwas mit Informatik machen will, kann sich in einem derartigen Workshop wichtiges Grundwissen aneignen und schon einmal reinschnuppern, ob es einem überhaupt interessiert.

Paul im Interview

Kannst du dir vorstellen nach dem Abitur in das Berufsfeld Informatik einzusteigen?
Nach einem Firmen-Praktikum 2012 hatte ich das Interesse am Programmieren etwas verloren, da aufgrund von fehlendem Wissen viel Langeweile aufkam. Ich tendiere eher zu praktischer Arbeit. Der „Entwickeln lernen“–Tag mit Uli bei der heco hat mir aber gezeigt, was alles möglich ist, wenn man Erfahrung mit dem Programmieren hat. Das fand ich sehr spannend und ich würde gerne später in dem Umfeld arbeiten.

Hast du seit dem Workshop nochmal programmiert oder das Thema vertieft?
Ja, das habe ich. Ziemlich häufig sogar – aber hierbei habe ich nicht selbst programmiert. Ich bin derzeit dabei ein wenig „Smart Home“ in mein Zimmer zu bringen – also Verschiedenes zu automatisieren. Dazu brauch ich natürlich auch Programme. Und da diese sich nicht von alleine schreiben, informiere ich mich immer wieder im Internet über Möglichkeiten.

Wie groß sind die Einstiegs-Hürden
Das Einrichten einer Programmierumgebung war viel einfacher als ich gedacht habe. Ich habe mir im Internet die kostenlose Version von Microsoft Visual Studio Express 2013 heruntergeladen, installiert und schon ging es los. Diese reicht für Anfänger völlig aus.

Wie viel hast du währenddessen verstanden?
Das Verstehen der einzelnen Schritte ist mir leicht gefallen, da wir die Lösung immer vorne an der Leinwand hatten und so die eigenen Fehler verbessern konnten. Nach ein paar Tagen habe ich aber gemerkt, dass ich noch viele Fragen habe. Deshalb habe ich mich mehrmals im Internet über verschiedene Befehle schlau gemacht.

Müssen Entwickler „nur“ programmieren?
Nein, ganz im Gegenteil. Das Programmieren in Form des Schreibens von Programmcode ist nur ein kleiner Teil der Arbeit, die ein Entwickler machen muss. Während des Workshops mit Uli ging es vor allem darum, wie man die richtigen Lösungsansätze findet.

Wem würdest du diesen Workshop empfehlen?
Den Workshop kann ich jedem empfehlen, der sich gerne mit dem Programmieren beschäftigt oder es lernen möchte. Außerdem besonders Schülern, die nach dem Abschluss der Schule zur Informatik tendieren. Der Workshop vermittelt viel Grundlagen-Wissen und man bekommt ein Gefühl dafür, was objektorientierte Programmierung ist. Ich denke, dass man durch so einen Schnupperkurs einfach mal sieht, was sich hinter dem Begriff Informatik verbirgt.

Der socialindex Business Pro-Account

Beim socialindex handelt es sich laut eigenen Angaben um „[…] die Übersicht der aktivsten Unternehmen auf Facebook, Twitter, Google+, XING und YouTube. Er sorgt für mehr Reichweite, mehr Follower und mehr Business-Kontakte über soziale Medien.“

Diese Aussage galt es für die heco gmbh zu prüfen. Darüber hinaus sollte der Nutzen eines  „Pro-Accounts“ evaluiert werden.

Bisher besitzen wir einen kostenlosen Basis-Account, der in wenigen Minuten eingerichtet war. Er wird im folgenden Ausschnitt abgebildet.

socialindex

Wie man im Bildausschnitt erkennen kann, haben wir unser Facebook-Profil und Twitter-Profil hinzugefügt. Unter einem von uns ausgewählten Hashtag (#edelstahl) werden diese Posts dann im socialindex-Account zusammengeführt.

Mit einem Pro-Account (99 Euro/Monat) hätte man die Möglichkeit mehrere Hashtags auszuwählen. Außerdem werden die eigenen Posts auf Partnerportalen eingebunden. Ein für uns relevantes Partnerportal wäre die „Pressebox„, in der unsere Posts dann unter der Rubrik „Maschinenbau“ zu finden wären.

Trotz dieser genannten Möglichkeiten, haben wir uns gegen einen Pro-Account entschieden, da derzeit noch nicht viele Unternehmen aktiv sind. Unsere Zielgruppe ist ebenfalls wenig bis gar nicht vertreten. Hinzu kommen die jährlichen Kosten von 1188 Euro, die unserer Meinung nach zu hoch sind für die erwartete Resonanz.

Der socialindex befindet sich noch in der Entwicklungsphase, sodass wir das Portal beobachten und eventuell zu einem späteren Zeitpunkt einen Pro-Account einrichten werden.

heco & Social Media – Wer? Wie? Warum?

Mit diesem Beitrag möchten wir vorstellen, wer genau die Blogeinträge erstellt, wer die YouTube-Videos dreht und wer in Facebook postet. Dafür zuständig ist die Social Media Gruppe, auch unter dem Begriff Social Media Task Force bekannt. Sie besteht derzeit aus 16 Mitgliedern, die aus allen Abteilungen der Firma heco stammen. Genauer gesagt sind es die jüngeren Mitarbeiter, die auch in der Offspring aktiv sind, verstärkt durch einzelne Mitarbeiter der IT-Abteilung.

Social Media Gruppe

Warum sind Mitglieder aus verschiedenen Abteilungen in dieser Gruppe? Und warum sind dies vor allem jüngere Mitarbeiter?

Der Grund ist die Vertrautheit der Digital Natives mit den „neuen“ Medien und Kanälen. Die Mitglieder aus der IT stehen zusätzlich noch als Berater und zur technischen Unterstützung zur Seite. So lässt sich das Fachwissen aus verschiedenen Abteilungen kombinieren und zusammenführen. Außerdem stellt dies eine Möglichkeit für jüngere Mitarbeiter dar, Erfahrung außerhalb des gewöhnlichen Arbeitsalltags zu sammeln und sich in anderen Bereichen einzubringen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass hierdurch auch weniger überzeugte Mitarbeiter in jeder Abteilung einen entsprechenden Ansprechpartner haben.

Social Media ist das Projekt, an dem so viele Abteilungen beteiligt sind wie bei keinem anderen Projekt bei der heco gmbh. Es wird außerdem aktiv von der Geschäftsleitung gefördert. Zu seiner Umsetzung muss keine private Zeit aufgewendet werden und das Ganze wird als vollwertige Arbeit von allen Mitarbeitern anerkannt.

Seit wann ist die Gruppe aktiv und wie ist sie entstanden?

Der Vorschlag, in Social Media aktiv zu werden, wurde zu gleicher Zeit von der Leitung der IT-Abteilung und von der Offspring-Leitung an die Geschäftsführung herangetragen. Die IT übernahm daraufhin die organisatorische Führung und setzte vor zwei Jahren das erste Treffen an.

Wie organisieren sich die 16 Mitglieder?

Alle drei Wochen findet ein Meeting mit sämtlichen Mitgliedern statt, in dem der aktuelle Stand der einzelnen Aufgaben vor der Gruppe präsentiert und diskutiert wird. Während der drei Wochen zwischen den Meetings wird in Kleingruppen gearbeitet, die selbstorganisiert sind.

Neue Inhalte werden von den einzelnen Mitgliedern der Gruppe vorgeschlagen oder von den Fachabteilungen angeregt. Die Ergebnisse werden von den entsprechenden Fachabteilungen Korrektur gelesen. Die eigentliche Veröffentlichung findet nach Rücksprache mit dem Datenschutzbeauftragten in Eigenverantwortung statt.

Meeting

Auf welchen Social Media Plattformen ist die heco gmbh präsent? Und mit welchen Inhalten?

  • YouTube: Mitarbeiter-Interviews, Montage-Videos, Website Tutorials
  • Twitter: Informationspolitik -> Einbindung ins Intranet und in die Website
  • Facebook: Zusammenführung aller Plattformen, Kommunikationskanal mit dem Kunden
  • Blog: Fachartikel der einzelnen Abteilungen mit individuellen Erfahrungsberichten, „Das Edelstahlmagazin für Mehrwisser“

Welche Ziele verfolgt die Gruppe?

In der Branche der Rohre und Rohrverbindungsteile aus Edelstahl stellt die heco gmbh in diesem Bereich sicherlich eine Art Vorreiter dar. Zur Unternehmensphilosophie gehört ein modernes und transparentes Auftreten. Diese Philosophie wird unter anderem durch die Arbeit mit Social Media verwirklicht. Weitere Ziele sind der Dialog mit dem Kunden auf Augenhöhe, genauer gesagt sollen dem Kunden zusätzliche Kontakt- und Informationsmöglichkeiten geboten werden. Mithilfe der Social Media Kanäle werden Inhalte über den klassischen geschäftlichen Bereich hinaus vermittelt. Auch für potenzielle Mitarbeiter soll dies ein Anreiz sein und ihr Interesse wecken. Ebenso soll damit das Bild eines attraktiven Arbeitgebers für bestehende sowie zukünftige Mitarbeiter vervollständigt werden. Auch die Tatsache, dass die Präsenz in Social Media Kanälen sich positiv auf das Ranking in Google auswirkt, kommt der heco gmbh natürlich zugute.

Wie werden die Kunden und übrigen Mitarbeiter über die Ergebnisse der Social Media Gruppe informiert?

Die Gruppe informiert permanent sämtliche Mitarbeiter über aktuelle Aufgaben und Fortschritte. Kurze Video-Zusammenfassungen im Intranet komplettieren die interne Informationspolitik. Die Kunden haben eine Info-Broschüre erhalten, in der sämtliche Präsenzen und deren Nutzen für den Kunden vorgestellt werden. Sie entstand aus dem Gedanken, dass nur derjenige in Social Media erfolgreich sein kann, der seine Kunden auch über die Aktivitäten informiert. Zukünftig wird in der E-Mail-Signatur aller Mitarbeiter ein Hinweis auf die Social Media Präsenzen zu finden sein. Des Weiteren wird auf der Homepage auf die einzelnen Social Media Kanäle aufmerksam gemacht.

Wie hält sich die Gruppe auf dem aktuellen Stand?

Regelmäßig nehmen mehrere Mitglieder an Social Media Events wie zum Beispiel der Social Media Night in Stuttgart oder dem Pro Circle teil. So bilden sich die Mitglieder permanent weiter.

Autoren: Martin Edelmann

Social Media Night am 09.01.2013 im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart

Mercedes Benz Museum Stuttgart

Vorgestern fand die erste Social Media Night des Social Media Club Stuttgart (SMCST) im Jahr 2013 statt. Wie immer war als Veranstaltungsort das Mercedes-Benz-Museum gewählt worden. Die Räumlichkeiten des Mercedes-Benz-Museums bieten zwar ein ganz besonderes Flair, eignen sich aber meines Erachtens weiterhin nicht optimal für Vorträge. Leider war die Veranstaltung im Oktober auf dem Campus der IBM Deutschlandzentrale in Ehningen eine einmalige Sonderaktion, denn schon allein die Sichtbarkeit der Präsentationsleinwand war dort deutlich besser, da sie auf einem erhöhten Podest Platz fand. Der SMCST hat aber dieses Mal versucht durch eine Leinwand links neben den Besuchersitzplätzen für eine Besserung zu sorgen. Da aber auch diese nicht in ausreichender Höhe stand, war auch hier die Sicht aus der Mitte der Sitzplätze stark eingeschränkt.

Social Media Night

Nach der obligatorischen Einführung durch Herrn Markus Besch, dem Organisator vom SMCST, wurde kurz ein aktuelles Thema eingeschoben: „Abmahnung wegen Vorschaubilder“. Hierzu wurde kurz der RA Dr. Carsten Ulbricht, seines Zeichens Experte für Recht im Social Media-Bereich und gern gesehener Redner auf den Social Media Nights, ans Rednerpult gebeten, um ein paar Fakten zu dem Thema loszuwerden. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch sein aktueller Blogeintrag „Social Media Sharing Policy – Richtlinien für mehr Rechtssicherheit beim Teilen auf Facebook, Google+ & Co“. Wichtig ist meines Erachtens aber bei dem Thema, dass es bei den Millionen von bereits vorhandenen Vorschaubildern im Netz jetzt eine erste Abmahnung gab, zu der es ja auch noch keine gerichtliche Entscheidung gibt. Die hohe Aufmerksamkeit zu diesem Thema im Netz ist also (noch) unbegründet. Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich hier aber wohl, das Thema im Auge zu behalten.

Anschließend trat für den ersten Vortrag des Abends „Der WIRRklichkeitsraum oder Warum Top-Manager ihr Social Media Know-How von ihren 14-jährigen Töchtern beziehen“ Dr. Torsten Ambs, Inhaber von Mind Store Marketing und Dozent der Akademie der media Stuttgart, ans Rednerpult. Mit Maschinengewehr-artigem Tempo bombardierte er das Publikum mit größtenteils eher auf Witz ausgelegten Folien im 10-Sekunden-Takt:

Torsten Ambs Folie

Während des Vortrags bekam man auf durchaus witzige Art Buzzwords und Neologismen wie „Waldorfisierungsprozesse“ und „Car Cocooning“ sowie Aussagen wie „Seit Twitter ist Fernsehen auch nur noch ein Hörspiel“ und „Der bis-30-Jährige kennt sich mit der Playstation besser aus als mit Frauen“ um die Ohren geschmissen.

Die hervorstechendsten Informationen des Vortrags aus meiner Sicht: Emotionale Allianzen sind mittlerweile wertvoller als strategische Allianzen (Beispiel: Car2Go) und die von mir als „Fazit“ des Vortrags interpretierte Schlussaussage auf der letzten Folie „Der beste Zeitpunkt etwas zu ändern ist jetzt.“ Zwischendrin gab es eine Fülle von Erkenntnissen, die man vermutlich erst beim zwei- bis dreimaligen Anschauen der Vortragsaufzeichnung (hoffentlich bald auf dem YouTube-Kanal des SMCST verfügbar) herausfiltern und zusammenfassen kann.

Alexander Broj

Als zweiter Redner trat nun Alexander Broj, IBM-Mitarbeiter im Bereich Strategieberatung Social Business, vor das nun sichtlich erschöpfte Publikum. Leider konnte dieser mit seiner Flash-basierten Präsentation der Ergebnisse einer IBM-CEO-Studie mit dem Titel „Führen durch Vernetzung“ nicht wirklich überzeugen, da die Erkenntnisse aus der Studie zwischen den vielen Videoclips über die neue Geschäftsstrategie von IBM zu großen Teilen untergingen. Ein paar wichtige Botschaften konnte ich aber trotzdem herausziehen: „Mitarbeiter sind DIE Markenbotschafter und jeder KUNDE ist Markenbotschafter“ und „Rationalisierung war gestern, Social Media schöpft intellektuelle Effizienz-Potenziale“. Die Prognose „Interaktion zwischen Kunden und Unternehmen über Social Media wird von 7% in 2012 auf 57% in 2-3 Jahren steigen“ halte ich aber trotzdem für sehr gewagt, insbesondere da Social Business im B2B-Bereich erst sehr langsam in Fahrt kommt.

Alles in Allem muss ich sagen, dass sich dieses Mal die Fahrt nach Stuttgart nicht so sehr gelohnt hat wie sonst auf den Social Media Nights des SMCST, da die Inhalte beim ersten Redner aufgrund der Geschwindigkeit nur schwer herauszufiltern waren und beim zweiten Redner zwischen den vielen Marketing-Botschaften nur rar gesät waren. Gerade deshalb freue ich mich aber schon auf die Videoaufzeichnungen insbesondere des ersten Vortrags, da hier mit der Möglichkeit auf die Pause-Taste zu drücken vermutlich noch einiges an Informationen herauszufiltern sind.

Die nächste Social Media Night beschäftigt sich mit dem Thema „Social Media Monitoring und Analytics“ und enthält 2 Impulsvorträge zu „Social Media Monitoring“ und „Social Media Analytics“, die auch die Unterschiede zwischen den beiden Themen klar machen sollen, sowie jeweils 3 Kurzpräsentationen führender und regionaler Anbieter von entsprechenden Softwarelösungen.

Unser erster Pro Circle des Social Media Clubs Stuttgart (SMCST)

Regelmäßig gehen Mitglieder der internen Social Media Gruppe der heco gmbh zu den Social Media Nights in Stuttgart. Diese werden vom Social Media Club Stuttgart veranstaltet. Zusätzlich wird alle zwei Monate ein „Pro Circle“ in Böblingen-Ehningen im Haus der IBM angeboten. Der Pro Circle ist speziell für Social Media Professionals gedacht – das heißt für Personen, die mindestens 30% ihrer Arbeitszeit mit Social Media verbringen. Das Thema des Pro Circle am 16. November 2012 war „Social-Media-Einsatz im B2B-Umfeld“. Meine Kollegin Anina Soydan und mich interessierte dieses Thema und wir entschlossen uns, zum ersten Mal zu einem Pro Circle zu gehen. Zu Anfang hatten wir Bedenken, dass wir zu wenig zu dem sogenannten „Expertenaustausch“ beitragen könnten.

Nach problemloser Anmeldung, Hinfahrt und Begrüßung bei der IBM begann der Pro Circle mit einer kurzen Vorstellung des Social Media Clubs und des Pro Circle von Lars Kroll und Markus Besch. Es waren ca. 30 Personen anwesend, die sich alle selbst kurz vorstellten. Wir waren überrascht, dass ein großer Teil davon in diversen Agenturen arbeitet und nur wenige Personen da waren, die Social Media für ihr eigenes Unternehmen umsetzen.

Anschließend folgte ein Impulsvortrag von Thomas Christinck der unter anderem folgende Punkte behandelte:

  • Abgrenzung B2B und B2C
  • Soll man überhaupt Social Media im B2B-Bereich machen? Ja oder nein?
  • Ziele von Social Media (gegliedert nach Abteilungen)

Der Vortrag enthielt sehr interessante Fakten wie beispielsweise, dass 40% der B2B-Entscheider Foren und Communities nutzen. Des Weiteren finden 40% ihre Lieferanten online (Virtual Identity 2010). Allerdings ist diese Studie von 2010 und somit in meinen Augen veraltet – die andere Seite ist aber, dass die Zahlen mittlerweile mit Sicherheit noch gestiegen sind. Herr Christinck zeigte des Weiteren die Anzahl der Follower auf LinkedIn, XING und Facebook eines Teils der DAX-30–Unternehmen. Das Ergebnis: Rund 2/3 der Follower kommen von LinkedIn. Das Fazit des Vortrags von Thomas Christinck war, dass Resonanz wichtiger ist als die Anzahl der Fans und Follower.

Pro Circle

Danach wurde in der gesamten Gruppe diskutiert. Manche Themen ergaben sich aus dem Impulsvortrag, andere wurden von Teilnehmern vorgeschlagen. Dazu gehörten:

  • Veränderung der Kommunikation in B2B
  • Veränderung im Support durch Social Media
  • Integration in Unternehmensprozesse
  • Zielgruppengerechter Content

Insgesamt hatte ich mir vom Pro Circle des Social Media Clubs Stuttgart mehr erwartet. Es waren zwar mehrere interessante Gedankenanstöße allgemein zum Thema Social Media dabei. Für mich war es aber zu wenig Greifbares – also zu wenig Praxiserfahrungen, Tipps und Praxisbeispiele der Teilnehmer, vor allem zu wenig speziell zum Thema Social Media im B2B-Umfeld.

Der nächste Pro Circle wird Ende Januar/Anfang Februar zum Thema „Einsatz von Social Media in Support und Bestandskundenkommunikation“ stattfinden. Dieser Punkt wurde auch in diesem Pro Circle öfters angesprochen und ich habe dies als sehr interessant empfunden – ich denke, auch beim nächsten Pro Circle werden wir wieder dabei sein.