Der socialindex Business Pro-Account

Beim socialindex handelt es sich laut eigenen Angaben um „[…] die Übersicht der aktivsten Unternehmen auf Facebook, Twitter, Google+, XING und YouTube. Er sorgt für mehr Reichweite, mehr Follower und mehr Business-Kontakte über soziale Medien.“

Diese Aussage galt es für die heco gmbh zu prüfen. Darüber hinaus sollte der Nutzen eines  „Pro-Accounts“ evaluiert werden.

Bisher besitzen wir einen kostenlosen Basis-Account, der in wenigen Minuten eingerichtet war. Er wird im folgenden Ausschnitt abgebildet.

socialindex

Wie man im Bildausschnitt erkennen kann, haben wir unser Facebook-Profil und Twitter-Profil hinzugefügt. Unter einem von uns ausgewählten Hashtag (#edelstahl) werden diese Posts dann im socialindex-Account zusammengeführt.

Mit einem Pro-Account (99 Euro/Monat) hätte man die Möglichkeit mehrere Hashtags auszuwählen. Außerdem werden die eigenen Posts auf Partnerportalen eingebunden. Ein für uns relevantes Partnerportal wäre die „Pressebox„, in der unsere Posts dann unter der Rubrik „Maschinenbau“ zu finden wären.

Trotz dieser genannten Möglichkeiten, haben wir uns gegen einen Pro-Account entschieden, da derzeit noch nicht viele Unternehmen aktiv sind. Unsere Zielgruppe ist ebenfalls wenig bis gar nicht vertreten. Hinzu kommen die jährlichen Kosten von 1188 Euro, die unserer Meinung nach zu hoch sind für die erwartete Resonanz.

Der socialindex befindet sich noch in der Entwicklungsphase, sodass wir das Portal beobachten und eventuell zu einem späteren Zeitpunkt einen Pro-Account einrichten werden.

Intrahandelsstatistik – Teil IV

Verschiedene Meinungen

Alena Siems (Zentrale Sachbearbeitung):
Oberflächlich gesehen kann man zu der Meinung kommen, dass die monatliche Intrastat-Meldung an sich lediglich ein Arbeitsaufwand ist, von dem unser Unternehmen keinen Nutzen hat. Wenn man aber nun bedenkt, dass die Intrastat-Meldungen aller Unternehmen in das BIP einfließen, wird erst sichtbar, wie wichtig sie für unser Wirtschaftssystem sind. Die Politik kann über die Intrahandelsstatistik erkennen, welche Länder wichtige Handelspartner sind, und somit die Beziehung zu ihnen verbessern. Hierdurch haben auch wir als deutsches Unternehmen einen Vorteil, da nun Firmen in jenen Ländern bevorzugt in Deutschland einkaufen.

Uli Armbruster (Leitung der Abteilung IT):
Aus der Sicht unserer EDV wäre es wünschenswert, wenn das Statistische Bundesamt eine Schnittstelle zur Verfügung stellen würde, die man ansprechen kann, um die Daten korrekt und vollständig zu liefern. Darüber hinaus wäre ein Nachschlagewerk hilfreich, das die im Arbeitsalltag gängigen Probleme und Unklarheiten samt Lösungen aufführt (vgl. die genannten offenen Punkte aus dem vorherigen Blogeintrag).

Autorin: Alena Siems

Intrahandelsstatistik – Teil III

Sonderfälle

Retouren und Gutschriften:
Ein deutsches Unternehmen D bezieht aus einem anderen EU-Mitgliedstaat Waren. Die Überprüfung der eingegangenen Waren ergibt, dass ein Teil der gelieferten Waren schadhaft ist. Bei der anschließenden Schadensregulierung oder Garantieabwicklung können folgende Fälle unterschieden werden:

a) Es erfolgt die Rücksendung des beanstandeten Teils der Ware gegen Gutschrift.
b) Die beanstandete Ware bleibt bei D und es wird lediglich eine Gutschrift erteilt.
c) Der beanstandete Teil der Ware wird zurückgesandt und es erfolgt eine kostenlose Ersatzlieferung.
d) Die beanstandete Ware verbleibt bei D und es erfolgt eine kostenlose Ersatzlieferung.

Frage:
Was hat D bei den einzelnen Fällen bezüglich der Intrahandelsstatistik zu veranlassen?

Antwort:
Grundsätzlich hat D zunächst eine Intrastat-Meldung „Eingang“ über die gesamte Warensendung abzugeben. Bezüglich der weiteren Abwicklung ist dann wie folgt zu verfahren:

zu a): Für die zurückgesandte beanstandete Ware ist eine Intrastat-Meldung „Versendung“ abzugeben. Hierbei ist im Vordruck-Feld 19 (Statistischer Wert) der Betrag der Gutschrift einzutragen, Feld 18 (Rechnungsbetrag) bleibt frei. (Hinweis: Eine Eingangsmeldung mit negativen Werten ist nicht zulässig.)
zu b): Der Betrag der Gutschrift für die beanstandete Ware ist bei der Wertangabe (Rechnungsbetrag in Feld 18) zu berücksichtigen, das heißt:

  • Ist die Intrastat-Meldung „Eingang“ noch nicht abgegeben worden, ist die Gutschrift unmittelbar in Abzug zu bringen.
  • Ist die Intrastat-Meldung bereits abgesandt worden, ist eine Korrektur der ursprünglichen Eingangsmeldung in Form einer berichtigten Kopie abzugeben (Nr. 4.3). (Hinweis: Eine Versendungsmeldung über den gutgeschriebenen Betrag ist nicht zulässig.)

zu c): Für die zurückgesandte beanstandete Ware ist eine Intrastat-Meldung „Versendung“ abzugeben. Für die Ersatzlieferung ist (nochmals) eine Intrastat-Meldung „Eingang“ erforderlich. Sowohl in der Versendungsmeldung über die zurückgegebene Ware als auch in der Eingangsmeldung über die Ersatzlieferung ist kein Rechnungsbetrag (Feld 18) einzutragen, als Statistischer Wert (Feld 19) ist jeweils der anteilige Wert laut ursprünglicher Eingangsmeldung anzugeben.
zu d): Für die gelieferte Ersatzware ist (nochmals) eine Intrastat-Meldung „Eingang“ erforderlich. Hierbei ist kein Rechnungsbetrag (Feld 18) anzugeben, als Statistischer Wert (Feld 19) ist der anteilige Wert laut ursprünglicher Eingangsmeldung anzugeben.

Hinweis: Das oben aufgeführte Beispiel gilt sinngemäß auch für die umgekehrte Verkehrsrichtung (D liefert in einen anderen EU-Mitgliedstaat und es erfolgen importseitige Retouren/Gutschriften).

Versandkosten:
Aufteilung der Versandkosten auf einzelne Positionen. Am folgenden Beispiel soll dies dargestellt werden.

Die Firma heco stellt eine Rechnung aus, die 50 Artikel mit der Zolltarifnummer X und 10 Artikel mit der Zolltarifnummer Y beinhaltet. Da wir aber die Zolltarifnummern getrennt voneinander auflisten, bleibt nun die Frage, wie wir die Versandkosten auf die jeweiligen Zolltarifnummern verteilen. Das Gleiche gilt, wenn auf dieser Rechnung noch eine Gutschrift verrechnet wird.

Lösung:
Ich zitiere die Antwort des Statistischen Bundesamtes: „Bei den in einer Rechnung enthaltenen Versandkosten sollten Sie bei deren Berücksichtigung im Feld Rechnungsbetrag pragmatisch vorgehen: Wenn die 50 Stück der Warennummer X aufgrund ihres Gewichts für z. B. 90 % der Versandkosten verantwortlich sind, schlagen Sie die Versandkosten dieser Position zu. Andernfalls sollten Sie die Kosten entsprechend aufteilen. Bei mehr als drei Positionen pro Rechnung  sollten Sie die Aufteilung nach den drei wert- oder gewichtsbezogenen größten Positionen vornehmen.“

Sonderanfertigungen:
Zuordnung von Zolltarifnummern für nicht katalogisierte Artikel. Am folgenden Beispiel soll dies dargestellt werden:
Sonderanfertigungen speziell für einen Kunden lassen sich oftmals keiner Zolltarifnummer zuordnen.

Lösung:
„Kontaktieren unter: warenverzeichnis@destatis.de

Autorin: Alena Siems

Intrahandelsstatistik – Teil II

Unternehmensspezifische Erstellung der Intrastat bei heco gmbh

Die Daten zu den Warenbewegungen müssen getrennt nach Ein- und Verkauf in die Intrahandelsstatistik eingetragen werden. In unserem Finanzbuchhaltungsprogramm „GDILine“ werden zunächst die Umsatzsteuervoranmeldung¹ und die EU-Auswertung (Auflistung aller Rechnungen und Gutschriften des Warenverkehrs in die EU) ausgedruckt, um jene zu archivieren und einen Nachweis über die getätigten Warenbewegungen zu haben.

Die Warenströme sind in der Regel bei Firmen in einem sogenannten Warenwirtschaftssystem abgebildet. Idealerweise gibt es dort ein Modul zum Ermitteln der Daten (z.B. existiert dies bereits im Warenwirtschaftssystem von GDI Line selbst), da eine manuelle Auswertung – wie wir aus eigener Erfahrung wissen – viel Arbeit nach sich ziehen kann. Wir raten deshalb jedem Unternehmen, welches die Ermittlung noch manuell bearbeitet, zur Return On Investment (ROI) Analyse, da sich die Kosten eines entsprechenden Moduls relativ schnell amortisieren.

Der Firma heco steht in seinem hauseigenen Warenwirtschaftssystem „comWORK“  eine entsprechende Schnittstelle (vgl. Screenshot) zur Verfügung.

Intrahandelsstatistik

Da nur im Warenwirtschaftssystem die Zuordnung von Ware und Zolltarifnummer zu finden ist, müssen hier die Werte ermittelt werden. Natürlich muss sich der Gesamtbetrag mit dem aus der Umsatzsteuervoranmeldung decken. Wenn dem nicht so wäre, würde dies bedeuten, dass Rechnungen existieren (fehlen), zu denen es Warenbewegungen gab (nicht gab).

Als Ergebnis entsteht eine Excel-Tabelle, die den Betrag und das Gewicht – gruppiert nach Land und Zolltarifnummer – aufsummiert.

Intrahandelsstatistik

Anmerkung: Konkrete Zahlen wurden unkenntlich gemacht.
Das Übermitteln der Daten mit dem Programm „Intrahandels-Daten-Erfassungs- Software“ (IDES), welches das Statistische Bundesamt zur Verfügung stellt.

1: Beispiel der Umsatzsteuervoranmeldung

Intrahandelsstatistik 3

2: Beispiel w3stat IDES

Versendung:

Intrahandelsstatistik

Eingang:

Intrahandelsstatistik

Autorin: Alena Siems

Intrahandelsstatistik – Teil I

Dieser Blogeintrag besteht aus insgesamt vier Teilen. Zunächst wird in diesem Teil Allgemeines zum Thema Intrahandelsstatistik thematisiert. Anschließend wird darauf eingegangen, wie die heco gmbh die Intrahandelsstatistik unternehmensspezifisch erstellt. In den nächsten zwei Blogeinträgen gehen wir genauer auf Sonderfälle und eigene Meinungen verschiedener Mitarbeiter ein.

Allgemeines zum Thema Intrahandelsstatistik

Intrahandelsstatistik

Das Grundprinzip der Intrahandelsstatistik:
Die Intrahandelsstatistik (intra, lat. für zwischen bzw. innerhalb) erfasst den gesamtdeutschen Warenverkehr mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten. Das Bundesamt für Statistik (kurz: Destatis) erhält zur Erstellung dieser ausführlichen bzw. aufwendigen Statistik von allen Unternehmen Informationen über den jeweiligen Warenverkehr, weshalb auch die heco gmbh jeden Monat pünktlich ihre Angaben machen muss. Wenn nicht, droht dem Unternehmen ein Bußgeld.

Unter dem Warenverkehr von Unternehmen versteht man den Ein- und Verkauf von beweglichen Dingen und Tieren oder umgangssprachlich ausgedrückt: Von allem, was man greifen kann.

Die Intrahandelsstatistik beruht auf von der EU festgesetzten Verordnungen, die nach dem Wegfall der Zollabwicklungen innerhalb der EU trotzdem noch dafür sorgen, dass es eine Übersicht über den Handel zwischen den EU-Staaten gibt. Dies wirkt sich folglich auch auf die Handelspolitik der EU und der einzelnen Länder aus.

Es gibt aber auch Sonderfälle, in denen Unternehmen davon befreit sind, eine Intrastat-Meldung zu erstellen, wenn zum Beispiel der Warenverkehr die Grenze von 500.000 € im Jahr unterschreitet. Zudem gibt es Waren, die nicht meldepflichtig sind, wie Messe- und Ausstellungsgüter.

Autorin: Alena Siems