Die fleißigen Bienen hinter den Kulissen

Weihnachtsaktion 2014

Mit unserer alljährlichen Marketing-Aktion kurz vor Weihnachten wollen wir das regionale Handwerk unterstützen und unseren Kunden ein persönliches Geschenk überreichen. Seit sechs Jahren bin ich mit meiner Kollegin Katja Krubitzer für die Planung und Umsetzung verantwortlich.

Ideenfindung und Recherche

Für uns beide startet die Weihnachtsaktion bereits im Frühjahr mit einem „Brainstorming“. Hierbei überlegen wir, welches Handwerk bzw. welche Produkte in Frage kommen. Natürlich sind für die spätere Produktfestlegung immer auch schon Arbeitsaufwand, Organisation und Kosten ein Thema. Welche unserer Ideen sind am besten umsetzbar? Grundsätzlich wechseln wir zwischen Genuss- und Dekorationsartikeln ab. Da zum Zeitpunkt unseres „Brainstormings“ das Thema Bienensterben durch die Medien ging, haben wir uns 2014 für Honig entschieden.

Nachdem wir uns für ein Produkt entschieden haben, beginnt die Suche nach Lieferanten. Hierbei gehen wir oft Empfehlungen von Kollegen nach oder nutzen die regionale Google-Suche. Ausschlaggebend ist der erste Kontakt und deshalb sind wir vor unserem „ersten Date“ auch immer besonders aufgeregt.

Dieses Mal fuhren wir ins nahe gelegene Durlach, um den Imker Marc La Fontaine zu treffen. Marc hat es geschafft, unsere kompletten Vorstellungen, die wir von einem Imker hatten, positiv über den Haufen zu werfen. Die Leidenschaft des 24-Jährigen gehört seinen Bienenvölkern. Der Berufsimker erzählt uns von seinem Traum, irgendwann komplett von der Honigproduktion leben zu können. Da unser Wissensstand über die Bienenkultur bisher bescheiden war, kommt es uns sehr entgegen, dass Marc uns voller Hingabe über die Bienenvölker und die Honiggewinnung aufklärt.

Nach dem Treffen überlegen wir uns, ob wir eine oder mehrere Sorten Honig verschenken und wie die Gläser aussehen sollen.

Die Geschichte und eine „Flugshow“

Da die Geschichte der Bienen so faszinierend ist, planen wir ein Booklet mit den wichtigsten Informationen über das Bienenvolk für unsere Kunden. Die Idee, Fotos von unseren Kollegen – als Bienen verkleidet – mit einzubinden, soll der Marketing-Aktion noch eine zusätzliche persönliche Note verleihen.

Um die Kollegen an unserer Begeisterung teilhaben zu lassen und viele tolle Fotos für unsere Website zu bekommen, organisieren wir eine „Flugshow“ bei Marc. Das „Bienenkuscheln“ entpuppt sich für die Kollegen als ein ganz besonderes Highlight. Zwischen Respekt und Faszination, stehen sie ohne Schutzkleidung bei den Bienenvölkern und lauschen Marcs Erzählungen bei gefühlten 35 °C.

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Gläser, Kostüme und Fotoshooting

Die Recherchen nach Bienenkostümen und Honiggläsern sowie sonstigen Accessoires etc. laufen alle parallel. Nachdem die Entscheidung für unsere Gläser getroffen ist, stellen sich weitere Fragen: Müssen wir Herstellernachweis und Ablaufdatum anbringen?

Kurz vor dem Fotoshooting treffen die ersten Kostüme ein und in kurzer Zeit verwandelt sich unser Büro in einen Bienenstock.

Das Fotoshooting macht jedes Jahr unheimlich Spaß. Die Kollegen sind immer sehr engagiert und versetzen sich in die Rolle, die wir ihnen zugeteilt haben. Manchen werden besondere Herausforderungen abverlangt. Dennoch nehmen sie jede noch so große Anstrengung auf sich – und das freiwillig. Später werden die Fotos von uns ausgewählt, freigestellt, retuschiert und ins Layout eingefügt.

Illustrationen und Booklet

Wir haben die Idee, die Bienenfotos mit Illustrationen in unserem Booklet zu kombinieren. Zur Umsetzung nehmen wir Thomas Ochs mit ins Boot. Während wir ihm von unserer Bienengeschichte erzählen, beginnt er mit den ersten Skizzen und wir beneiden ihn um seine kreativen Hände.

Um unserer Bienengeschichte noch ein spielerisches Gimmick zu verleihen, entscheiden wir uns für die Blätterkarte (Flick-Karte) von der Firma EBERL-PRINT, deren Weiterverarbeitung noch echte Handarbeit erfordert. Auch die Druckdatenerstellung stellt uns vor neue Herausforderungen, da beim Design die Funktion der Karte stark berücksichtigt werden muss.

Verpackung und Konfektionierung

Die Firma Windbiel Verpackungen setzt schon seit mehreren Jahren unsere Wunschverpackung nach Maß um. Nur wenige Tage nach dem ersten Gespräch mit Frau Windbiel erhalten wir das erste Muster (das sogenannte Dummy) und können mit dem Design beginnen. Zu unserer Überraschung lässt sich unser „heco-H“ wunderbar für den Titel der Verpackung mit Honig nachzeichnen.

Nachdem alle Druckwaren eingetroffen sind, gehen wir gemeinsam alle Arbeitsschritte, die beim Konfektionieren zu beachten sind durch, bevor unser Verpackungsteam eintrifft. Wir freuen uns immer sehr über den Einsatz unserer Helfer und amüsieren uns über die Diskussionen, wenn es darum geht, welche Aktionen am tollsten oder am schwierigsten zu verpacken waren.

Für dieses Jahr haben wir es mal wieder geschafft, aber:

„Nach Weihnachten ist vor Weihnachten.“

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Hier geht es zu den Bildergalerien von früheren Weihnachtsaktionen (Vasen, Adventskalender, Fensterkugel etc.)

Katja Krubitzer und Patricia Poreisz

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