Azubitag 2015 – informativ und abwechslungsreich

Bevor der Ablauf des Azubitags geschildert wird, möchten wir die Funktion des Azubitags erläutern. Den Auszubildenden ist es in Gruppenarbeit selbst überlassen, wie sie ihren Ausbildungsbetrieb präsentieren. Dabei müssen sie Teamfähigkeit und Verantwortung beweisen. Des Weiteren gibt der Tag uns die Möglichkeit, uns mit dem eigenen Betrieb und dem Ausbildungsberuf zu beschäftigen. Auch die Chance, Einblicke in die umliegenden Firmen zu erlangen, ist Teil des Azubitags.

In diesem Jahr fand der Azubitag am 03.06.2015 in Zusammenarbeit der Firma IMO Oberflächen¬technik, Karl Casper Guss und heco/heltec sowie unserer Firma ZECHA Hartmetallfabrikation statt.

Der Tag begann bei der Firma IMO Oberflächentechnik in Königsbach. Die Auszubildenden stellten zunächst ihr Unternehmen und ihre Ausbildungsberufe vor. Daraufhin folgte eine Führung durch die verschiedenen Hallen des Betriebs. Die Auszubildenden zeigten uns die Lagerräume, die Schüttguthalbautomaten und die Bandanlagen und erklärten uns einige Chemikalien, die zum Beschichten in ihrem Betrieb benötigt werden. Beim Umgang mit diesen Stoffen müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden. Zu guter Letzt wurden wir mit einem kleinen Präsent verabschiedet.

Azubitag

Als Nächstes ging es zu unserer Firma ZECHA Hartmetallfabrikation in Königsbach-Stein, wo wir die teilnehmenden Auszubildenden und ihre Begleiter empfingen. Mit einer PowerPoint-Präsentation informierten wir über unsere Ausbildungsberufe und unseren Ausbildungsbetrieb. Danach folgte eine Führung, in der wir zunächst die verschiedenen Abteilungen des kaufmännischen Bereichs vorstellten. Weiter ging die Führung in der Fertigung. Wir zeigten die verschiedenen Arbeitsprozesse, die bei der Herstellung von Hartmetallwerkzeugen erforderlich sind. Besonders beeindruckend war das neue Hochregallager, in dem die fertigen Werkzeuge eingelagert sind. Bei der anschließenden Abschlussrunde im Besprechungszimmer wurden Fragen zu den ausgestellten Musterwerkzeugen und Übungsstücken der Auszubildenden beantwortet.

Die Firma heco lud alle Auszubildenden und Begleitpersonen zum gemeinsamen Grillen im Innenhof des Betriebs in Nöttingen ein. Bei leckeren Steaks und Würstchen vom Grill konnten wir Kontakte mit den Auszubildenden der anderen Unternehmen knüpfen und genügend Kraft tanken für den weiteren Tagesverlauf. Es war ein gelungener Zwischenstopp, für den wir uns noch einmal recht herzlich bedanken.

Nach unserer Mittagspause ging es weiter zur Nachbarfirma Karl Casper Guss. Dort werden seit mehr als 130 Jahren Schmelzeinrichtungen zur Gold- und Silberwarenfabrikation sowie später auch Gussteile für Maschinen produziert. Nach der Präsentation des Unternehmens, einer Diashow zu einem Gießvorgang und der Erläuterung der Ausbildungsberufe hatten wir beim Rundgang die Chance, bei einem Gießvorgang zuzusehen. Beeindruckend war der starke Funkenflug beim Umgießen des geschmolzenen Metalls. Gefallen haben uns auch die Kunstobjekte aus Guss, die dort entworfen und gegossen wurden. Zur Erinnerung an den Azubitag erhielt jeder Auszubildende einen Flaschenöffner mit Gravur aus Gusseisen, der von den Auszubildenden der Firma Casper selbst modelliert und gegossen worden war.

Zuletzt gingen wir zu Fuß zurück zur benachbarten Firma heco/heltec. Die Auszubildenden von heco/heltec informierten uns mit einer PowerPoint-Präsentation über das Unternehmen und stellten ihre Ausbildungsberufe vor. Sehr interessant fanden wir, dass jeder neue Auszubildende einen Paten zur Seite gestellt bekommt, der dem „Neuen“ in der Anfangszeit hilft, sich in dem Betrieb zurechtzufinden. Beim Firmenrundgang wurden die Fertigung und das Lager besichtigt. Uns wurde erklärt, wie die Rohre angeliefert, verarbeitet und später verpackt werden. Des Weiteren waren die Becken für die Beizvorgänge interessant. Einer der Auszubildenden der Firma heltec zeigte uns den Schweißvorgang an einem Rohr. Dabei war es enorm wichtig, dass alle eine Schweißermaske getragen haben, um ihr Augenlicht zu schützen.

Azubitag

Zum Abschluss wurde ein Gruppenfoto zur Erinnerung an den Tag „von Azubis für Azubis“ aufgenommen. Alles in allem war es ein informativer und gelungener Tag. Wir haben Einblicke in andere Unternehmen gewonnen und konnten selbst unser Wissen über unsere Firma den anderen mitteilen.

Eine Zusammenarbeit der Auszubildende der Firma Zecha

Gruppenfoto

Offspring 2014 – gute Mischung aus Infos und Action

Im Herbst fand wieder unser alljährliches Offspring-Treffen statt. Für mich war es das erste Treffen, da ich meine Ausbildung bei heco erst im vergangenen September begonnen habe.

Zu Beginn trafen wir uns in unserem Firmengebäude, wo uns die ehemaligen Offspring-Organisatoren Sarah Höger (Zentrale) und Timo Gabelmann (Export) über ihren Start und vor allem über ihre berufliche Entwicklung bei heco berichteten. Es war abwechslungsreich gestaltet, da wir die beiden mit Fragen löchern konnten. Unter anderem war es uns wichtig, zu wissen, wie sie zu heco gekommen sind, welchen Ausbildungsgang sie genau gemacht haben oder wie die Exportabteilung von Timo Gabelmann entstanden ist.

Anschließend ging es dann los mit dem „Actionprogramm“, das in Karlsruhe in der Laserbase startete. Beim Lasertec war besonders unsere Kondition gefragt. Aber auch die Geschicklichkeit und das Zusammenspiel im Team waren wichtig. Wir spielten zum ersten Mal Lasertec und waren uns einig, dass es zwar sehr anstrengend war, uns aber viel Spaß gemacht hat.

Um noch einmal Kräfte zu sammeln, kam uns die anstehende Autofahrt in die Kletterhalle nach Baden-Baden gerade recht. Diese stand als Nächstes auf unserem Programm.

Das Klettern bot mir die ideale Möglichkeit, meine Kollegen besser kennenzulernen und Vertrauen zu ihnen zu fassen, da es beim Klettern auf das Zusammenspiel ankommt.

Offspring-Treffen2014

Nach einer kurzen Erholungspause fuhren wir in die Jugendherberge Baden-Baden, wo wir erst einmal eingecheckt und unsere Zimmer bezogen haben. Anschließend machten wir uns startklar, um den Abend bei einem gemütlichen Essen im Steakhouse ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns in einem Tagungsraum der Jugendherberge zu unserer Besprechung, die von den neuen Offspring-Organisatoren Alena Siems (Zentrale) und Claus Bauer (Verkauf) vorbereitet worden war. Wir starteten mit einer Vorstellungsrunde, in der ich auch private Seiten meiner Kollegen kennenlernen durfte. Unter anderem haben wir Informationen über die wirtschaftliche Entwicklung der heco gmbh sowie Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung erhalten.

Claus Bauer erzählte von seiner Weiterbildung zum Technischen Fachwirt, was ich sehr interessant fand, da ich mir auch vorstellen könnte, nach meiner Ausbildung noch eine Weiterbildung zu machen. Natürlich mussten wir uns auch hier mit Fragen nicht zurückhalten und so kam zum Beispiel die Frage auf, warum er sich für eine Weiterbildung entschieden hat.

Auch das Thema Patenschaft bei heco wurde noch einmal erklärt. Denn jeder neue Auszubildende bekommt einen Paten von der Offspring zur Seite gestellt, der ihm den Einstieg erleichtert. So steht er beispielsweise für Fragen bereit und macht den Auszubildenden mit Unternehmensabläufen und Mitarbeitern vertraut. In diesem Zusammenhang haben wir uns überlegt, dass es toll wäre, wenn es auch eine Broschüre für alle Einsteiger bei heco geben würde, in der man alle wichtigen Informationen für den Start auf einen Blick sehen könnte. Somit haben wir beschlossen, diese Broschüre in Angriff zu nehmen.

Chiara Lippi

Interview mit einem Schüler des Berufsförderungswerks Schömberg

In welchem Kontext fand Dein Praktikum statt?
Über eine Umschulung, die ich derzeit im Berufsförderungswerk Schömberg absolviere. In diesem Rahmen ist ein 3-monatiges Praktikum zu absolvieren, welches ich im Zeitraum vom 3. Februar bis 2. Mai 2014 in der IT durchlaufen habe.

IT-Praktikant

Wie bist Du auf uns gekommen?
Nach langer und sehr enttäuschender Suche nach einem Praktikumsplatz wurde ich von meinem Betreuer auf die Firma heco aufmerksam gemacht, mit der das Berufsförderungswerk schon länger erfolgreich zusammenarbeitet. Auf meine Bewerbung bekam ich innerhalb eines Tages eine Einladung zum Bewerbungsgespräch und wurde dann auch sofort genommen.

Wie würdest Du Deinen Arbeitsplatz bewerten?
Sehr positiv. Ich bekam einen eigenen Computer mit leistungsstarker Hardware. Sogar eine duale Anzeige mit zwei großen 24“-Monitoren war dabei. Hinzu kam ein Telefon mit eigener Durchwahl. Bei einem aufgetretenen Hardwareproblem wurde mir sofort ohne Wenn und Aber ein Ersatzgerät bereitgestellt. Besonders angenehm fand ich das ruhige Büro mit großer Arbeitsfläche, das ich nur mit meinem Ansprechpartner in der Administration teilte. Lautes Großraumbüro – Fehlanzeige!

Wie sind Deine Arbeitsergebnisse verwertet worden?
Was mir an diesem Praktikum besonders gefallen hat und für mich persönlich sehr wichtig war, ist, dass ich von Anfang an wie ein vollwertiger Mitarbeiter behandelt wurde. Es gab keine Testaufgaben zum Zeitvertreib oder Ähnliches, deren Ergebnisse dann verworfen wurden. Stattdessen erhielt ich Aufträge, deren Ergebnisse in Projekte und das Tagesgeschäft einflossen. Der IT-Leiter handhabte das so, dass er mich direkt ins kalte Wasser warf, womit ich gut zurechtkam. Ich wurde nicht nur in der IT, sondern von allen Mitarbeitern der Firma freundlich aufgenommen und man kam mir mit viel Vertrauen entgegen.

Konntest Du Dein theoretisches Wissen praxisrelevant vertiefen?
Ich würde es so formulieren: Den Einstieg zu vielen Themen hatte ich bereits durch die Theorie aus der Schule. Jedoch lässt sich das Wissen nicht ohne weitere Einarbeitung anwenden, d. h., ich musste immer noch zur Erledigung meiner Arbeit im Internet recherchieren oder bei meinen Ansprechpartnern nachfragen. Mir wurden auch immer wieder Bücher, Fachzeitschriften, Online-Quellen oder Videos genannt, welche die benötigten Informationen enthielten. Generell hat mir das Praktikum unheimlich viel gebracht und ich freue mich, dass mir auch gleich eine Stelle für meine Abschlussarbeit angeboten wurde.

Ahmed Batinli

Ausbildung in einer Niederlassung – wie läuft das?

Vom Herbst 2010 bis zum Frühjahr 2013 habe ich in einer der fünf Vertriebsniederlassungen der heco gmbh – in Frankfurt – eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel gemacht.

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Die Ausbildung findet im dualen System statt. Zweimalwöchentlich wird der theoretische Teil wie BWL, Rechnungswesen und Englisch an der Berufsschule vermittelt. Die Praxis erlernt man in der Niederlassung – hier steht der Vertrieb im Vordergrund – und in den Fachabteilungen im Stammhaus in Remchingen.

Dort war ich zwei- bis dreimal im Jahr und habe die unterschiedlichen Abteilungen Einkauf, Lager, Fertigung, Rechnungswesen, Verwaltung, Marketing und IT kennengelernt.

Die Wochen in Remchingen fand ich immer sehr spannend und abwechslungsreich. Besonders wichtig war für mich, dass ich die Mitarbeiter, mit denen ich täglich zusammenarbeite, persönlich kennenlernen konnte. Auch nach der Arbeit habe ich Zeit mit Kollegen unter anderem beim Bowling und beim Betriebssport („Firmenkick“) verbracht.

Der Austausch mit den Mitarbeitern aus Berlin, Bielefeld, Nürnberg und Brünn (Tschechien) – den anderen Vertriebsniederlassungen – findet zweimal jährlich an den „Verkäufertagen“ statt. Hier stehen Produktschulungen im Mittelpunkt. Außerdem werden Verbesserungsvorschläge für interne Abläufe gemacht und Kritikpunkte angesprochen. Besonders beeindruckt hat mich die konstruktive und freundschaftliche Atmosphäre.

Eine tolle Idee finde ich, dass Auszubildenden bei heco ein Pate aus der Offspring zur Seite gestellt wird.

Fazit: Die Besuche im Haupthaus waren für mich immer ein positiver und spannender Aspekt. Ich war mit der Ausbildung in der Vertriebsniederlassung Frankfurt sehr zufrieden.

Elvir Hodzic

Azubitag 2014: Berufseinsteiger stellen ihre Betriebe vor

Beim Azubitag präsentieren Auszubildende verschiedener Firmen aus Remchingen und Umgebung einmal im Jahr ihre Betriebe. Anhand von selbst entwickelten Präsentationen und Führungen durch den Betrieb werden neben der Firma die Ausbildungsmethoden sowie der Alltag im Unternehmen vorgestellt.

Am 6. Juni 2014 trafen wir uns früh morgens mit 25 weiteren Azubis bei der Firma MSE in Nöttingen. Mit dabei waren Dominik Spehar, Azubi zum Anlagenmechaniker bei heltec, Viktor Schräder, Azubi zur Fachkraft für Lagerlogistik bei heco, und ich, Azubi zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Alena Siems aus der Verwaltung begleitete uns an diesem Tag als „Fotografin“.

Die Firma MSE ist Hersteller von kundenspezifischen Kammerfilterpressen. Diese werden hauptsächlich in der Automobilindustrie verwendet, um verunreinigte Flüssigkeiten von Schmutz, wie z. B. Holzspänen oder Erdpartikeln, zu befreien. Mich faszinierte, dass die Pressen jeweils auf die unterschiedlichsten Medien zugeschnitten sind. Der Arbeitsablauf gestaltet sich immer nach dem gleichen Prinzip. Der Kunde schickt vorab eine Probe der verunreinigten Flüssigkeit an MSE. Dort wird dann geprüft, ob dieses Medium kompatibel ist. Sollte dies der Fall sein, wird für den Kunden eine individuelle Presse für genau diesen Einsatzbereich gefertigt. Außerdem habe ich erfahren, dass MSE für seine Produktion Teile bei uns kauft.

Azubitag

Nach ungefähr zwei Stunden ging es weiter zur benachbarten Firma Karl Casper Guss. Dort werden seit 1877 Schmelzeinrichtungen zur Gold- und Silberwarenfabrikation sowie große Gussteile für Maschinen produziert. Nach der Präsentation der Azubis hatten wir beim Rundgang das Glück, bei einem Gießvorgang mit dabei zu sein. Neben dem starken Funkenflug beim Umfüllen der glühend heißen Flüssigkeit war es vor allem die enorme Hitze, die auch aus mehreren Metern Entfernung spürbar war, die uns beeindruckte. Interessant war auch, dass nicht nur die Industrie Abnehmer dieser Gussteile ist, sondern auch größere Kunstobjekte dort gegossen werden. Der unangenehme Geruch des Gießvorgangs verfolgte uns fast bis zur Kantine. Das gemeinsame Mittagessen nutzten wir drei noch einmal, um unsere Präsentation durchzugehen.

Anschließend machte ich mich vorab auf den Weg in den heco-Besprechungsraum, um letzte Vorbereitungen für unseren Vortrag zu treffen. Meine anfängliche Nervosität legte sich glücklicherweise, nachdem ich alle in unserem Aufenthaltsraum begrüßt hatte. Zuerst stellten Viktor und ich die Firmengeschichte von heco vor. Dominik übernahm die Präsentation von heltec. Großes Interesse zeigten die Azubis bei dem Thema Wiki, unserer internen Wissensdatenbank, und unserer hecOffspring. Hierzu wurden zu unserer Überraschung gezielte Fragen gestellt.

Nach unserer Präsentation teilten wir die Gruppe auf. Die eine Hälfte wurde von Janik Schönthaler (ausgebildete Fachkraft für Lagerlogistik) durch unser Lager geführt, während ich mit einigen Azubis eine Führung durch die Fertigung unternahm. Ich erklärte den kompletten Arbeitsvorgang von der Anlieferung des Rohres bis hin zur Auslieferung eines Reduzierstücks. Zur besseren Vorstellung wurden die einzelnen Arbeitsschritte an den Maschinen gezeigt. Auffällig war, dass sich die Berufseinsteiger von der Firma Kunzmann besonders für die Fräsmaschinen interessierten. Dann übernahm Dominik die Führung durch heltec. Neben Verrohrungen für Pressen, Spritzsystemen für Lackier- oder Waschanlagen und Versorgungsleitungen für Großbehälter fertigt heltec als Dienstleister auch ganze Anlagen nach Kundenvorgabe. Dominik zeigte alle Bereiche von der Aushalsung eines Rohres über das Schweißen zweier Edelstahlkomponenten bis hin zum Beizvorgang.
Nachdem wir auch die zweite Gruppe durch die Räumlichkeiten geführt hatten, trafen wir uns wieder im Aufenthaltsraum zu einer Erfrischung.

Azubitag

 

Als vierte und letzte Station ging es zur Firma Kunzmann. Seit 1907 ist die Firma ein namhafter unabhängiger Hersteller von Universal-, Fräs- und Bohrmaschinen sowie von Bearbeitungszentren. Zum Einstieg wurden uns zwei Filme gezeigt. Der erste war eine Art Imagefilm, in dem uns die Firma und ihre Produkte vorgestellt wurden. Der zweite Film zeigte den Messeauftritt auf der „World-Skills 2013“ in Leipzig, bei der das Unternehmen als Sponsor vertreten war. Nachdem uns die beeindruckenden Maschinen in einer großen Halle gezeigt wurden, überraschte mich das kleine Ersatzteillager, das ich mir viel größer vorgestellt hatte. Uns wurde erklärt, dass alle benötigten Artikel für den Bau „just in time“ bestellt und angeliefert werden. Außerdem erfuhren wir, dass die Firma alte CNC-Maschinen restauriert, um sie anschließend wieder zu verkaufen. Auch die Firma Kunzmann nutzt die Geschäftskontakte zu den umliegenden Betrieben und lässt die Tische für ihre Fräsmaschinen bei der Firma Casper Guss gießen.

Um 17 Uhr ging der informationsreiche Tag zu Ende.
Zusammenfassend war es ein gelungener Tag „von Azubis für Azubis“. Wir konnten zufrieden auf unseren Beitrag zurückblicken und im Gegenzug bekamen wir Einblicke in die anderen Firmen. Wir lernten dadurch die Betriebe besser kennen und konnten neue Kontakte knüpfen, was für die Zusammenarbeit von Vorteil ist. Schön finde ich auch, dass sich die Firmen gegenseitig unterstützen.

Autor: Christian Hoopmann

Mein Praxissemester während des BWL-Studiums

Nach meinem Abitur im Jahr 2012 stellte sich für mich die Frage nach dem Berufsweg. Meine Interessen bewegten sich in Richtung Wirtschaft und so entschied ich mich für ein BWL-Studium. Zu solch einem Studium gehört auch eine Praxisphase, in der man Erfahrungen in einem Unternehmen sammeln soll. Ich bewarb mich bei verschiedenen Unternehmen und wurde schließlich zu einem Vorstellungsgespräch bei der heco eingeladen. Zu meiner Freude bekam ich eine Zusage und konnte das Praktikum am 7. Januar 2014 beginnen.

Die erste Woche verbrachte ich im Lager, wo ich an Hand von Richtscheinen die Ware für die Kunden kommissionierte und verpackte. Dabei wurde ich mit den verschiedenen Artikeln vertraut gemacht. Nach dieser kurzen Woche und mit den erlangten Grundkenntnissen ging es in die Marketing-Abteilung. Mir wurden direkt Aufgaben zugeteilt, wie zum Beispiel die Freistellung von Produkt-Fotos für einen Prospekt. Es war interessant zu sehen, wie viel Arbeit eigentlich dahintersteckt. Als ungeübter Photoshop-Anwender brauchte ich mehrere Stunden, bis ich ein einziges Foto soweit bearbeitet hatte, dass es tatsächlich prospekttauglich war. Ich lernte, wie wichtig Geduld sein kann. Ehe ich mich versah, war auch die zweite Woche vorbei.

Alexander_Rose

 

Gegen Ende Januar bekam ich dann einen Einblick in die Zentrale. Nach einer kurzen Einlernphase konnte ich das meiste selbstständig erledigen. Ich unterstütze die Abteilung bei der Kontrolle und Buchung der Lieferantenrechnungen, der Zeugniskontrolle und deren Archivierung. Die Zeit in der Zentrale schien wie im Flug zu vergehen. Im März kam ich schließlich in den Ver- und Einkauf.

Im Verkauf wurde ich in die Auftragsverwaltung eingelernt und durfte Aufträge bearbeiten. Begeistert hat mich die Arbeit im Einkauf. Dies rührte daher, dass ich selbst Bestellungen tätigen, Bestellungen überprüfen und die Lieferanten telefonisch kontaktieren konnte. Des Weiteren wickelte ich Produktionsaufträge mit der hauseigenen Fertigung ab. Mir wurde das Vertrauen entgegengebracht, die Dinge eigenständig zu erledigen – besser konnte es kaum laufen.

Das Aktualisieren und Bearbeiten des Inhalts für das heco Wiki (Wissensdatenbank des Unternehmens) gehörte ebenso zu meinen Aufgaben.

Mein persönliches Fazit: Ich hatte in allen Abteilungen wahnsinnig viel Spaß. Ausschlaggebend waren vor allem die Zwischenmenschlichkeit und die Hilfsbereitschaft von allen Seiten. Ich brauchte mich zu keiner Sekunde scheuen Fragen zu stellen. Dass ich selbstständig arbeiten durfte, steigerte das Empfinden, mich nicht „nur“ als Praktikant zu fühlen, sondern als Mitarbeiter der Firma. Während des Praktikums habe ich sehr viele Dinge gelernt und ich wäre gerne noch länger geblieben, da ich sehr gerne hier gearbeitet habe.

Autor: Alexander Rose

Schüler lernen entwickeln – Das Interesse ist geweckt!

Ich denke, dass es in Deutschland keinen Mangel an cleveren Köpfen gibt. Vielmehr gilt es Interesse zu wecken und bei den ersten Schritten zu helfen. Deshalb habe ich am 21. Dezember 2013 die Schüler der 12. Klasse des Gymnasium Remchingen zu einem „Programmieren lernen“-Tag in die heco eingeladen.
Schüler entwickeln

Zwei von ihnen – Till und Paul – jobben ein- bis zweimal pro Woche bei uns. Was die beiden an diesem Tag für sich mitgenommen haben, schildern sie in den zwei Interviews am Ende des Beitrags. Ziel meines Workshops war es Schülern das Programmieren näher zu bringen und ihnen einen Einblick in den Beruf eins Informatikers zu geben. Da ich sie aber auch dazu animieren wollte die Materie in ihrer Ferienzeit zu vertiefen, haben wir einen Teil der Zeit zum Konfigurieren ihrer eigenen Rechner und Laptops verwendet. Das klappte bei fast allen innerhalb kürzester Zeit, sodass der weiteren Entwicklung zuhause nichts mehr im Wege stand. Im Anschluss daran hatte die Gruppe die Wahl zwischen verschiedenen Aufgaben. Die Schüler entschieden sich dafür eine Multimedia-Anwendung zu schreiben, die ein Filmverzeichnis für den Fernseher optimiert. Das Programm verschiebt sämtliche Filmordner aus einem übergeordneten Verzeichnis in weitere Unterverzeichnisse. Das macht die Navigation durch die heimische Filmbibliothek über die Fernbedienung am Fernseher deutlich leichter. Dabei zeigte ich ihnen auch, wie sie alleine und ohne meine Hilfe im Internet nach Lösungen suchen können. Quasi „Lernen lernen“. Mir war es außerdem ein besonderes Anliegen klar zu machen, dass das Durchdringen eines fachlichen Problems und die Lösungskonzeption einen Großteil der täglichen Arbeit eines Informatikers ausmachen. Das Programm hatten wir gegen 17 Uhr fertig. Ich selbst habe es seither zuhause im Einsatz. Kürzlich fragten mich Till und Paul, ob es eine Fortsetzung geben wird, weil sich weitere Schüler dafür interessieren und auch die ursprünglichen Teilnehmer gerne ihr Wissen vertiefen möchten. Diesbezüglich konnte ich den beiden eine positive Rückmeldung geben. Für den nächsten Workshop plane ich etwas Größeres. Microsoft hat schon eine Zusage als Sponsor gemacht. Darüber hinaus haben sich einige Karlsruher IT-ler bereit erklärt als Trainer zu fungieren. Mein Plan ist es mehrere Schulen anzusprechen und mit den Schülern dann eine größere Anwendung zu schreiben. Dabei werden mehrere Gruppen gebildet, in denen unterschiedliche Teile (Komponenten) der Applikation umgesetzt werden. Jede Gruppe wird dabei von ein bis zwei Trainern unterstützt. Ein spannendes Projekt also! Interessierte Schulen, Sponsoren und potentielle Trainer können sich gerne in Form eines Kommentars an mich wenden oder sich direkt bei mir melden.

Till im Interview

Kannst du dir vorstellen nach dem Abitur in das Berufsfeld Informatik einzusteigen?
Ich möchte nach dem Abitur auf jeden Fall studieren. Und am meisten interessiert mich Informatik – aber das ist ja ein sehr breit gefächertes Feld. Der Workshop mit Uli brachte mir vor allem das Programmieren an sich näher. Auch wenn ich nicht alles verstanden habe, so hat es doch mein Interesse am Programmieren und am Beruf des Entwicklers weiter gesteigert. Da mich aber auch noch andere Bereiche interessieren – zum Beispiel BWL – tendiere ich derzeit zu einem Wirtschaftsinformatik-Studium.

Hast du seit dem Workshop nochmal programmiert oder das Thema vertieft?
Ein Fachbuch hierzu hatte ich schon seit längerem bei mir zuhause liegen – allerdings hat mir irgendwie der Einstieg und Ehrgeiz gefehlt um damit anzufangen. Ein Problem war sicher auch, dass viele Begriffe für mich in dem Buch extrem kompliziert waren. Bei genauerem Hinsehen und nach dem Workshop wurde mir aber vieles klarer. Da uns besonders C# ans Herz gelegt wurde, ist dieses Fachbuch nicht das Richtige für mich, um an das neu erlangte Wissen anzuknüpfen. Uli gab mir deshalb ein entsprechendes Buch für Einsteiger. Mittlerweile habe ich mir einige Grundkenntnisse angeeignet, die in vielen Programmiersprachen ähnlich sind – wie beispielsweise die bekannten „for“- und „while“-Schleifen.

Hättest du Interesse an einem weiteren Workshop
Ich hätte große Lust auf einen weiteren Workshop. Ganz besonders interessant fände ich ein großes Softwareprojekt mit verschiedenen Gruppen. So könnte man erleben, wie ein derartiges Programm tatsächlich entsteht. Mir würde das sicher viel Spaß machen und mir zeigen, welcher Teil des Programmierens für mich besonders spannend ist.

Reicht ein Trainer um alle Schüler zu betreuen?
Wenn die Gruppen nicht größer als zehn Personen sind, dann denke ich, dass ein Trainer ausreicht. Für mehr Schüler wird es weniger informativ, zumal der Trainer auch weniger Zeit hat individuelle Fragen zu beantworten. Auch um mehr Produktivität zu erreichen wäre ein zweiter Trainer sicher eine gute Idee. Dieser könnte dann auch gezielt „schwächere“ Teilnehmer unterstützen.

Müssen Entwickler „nur“ programmieren?
Entwickler müssen viel mehr als nur Programmcode schreiben. Es geht darum ein Problem möglichst gut zu verstehen und dafür eine einfache und effektive Lösung zu finden. Ein Programm zu schreiben, ohne vorab zu wissen, was man mit dem Programm erreichen will und vor allem wie es aufgebaut sein soll, führt nicht zum Ziel.

Wem würdest du diesen Workshop empfehlen?
Schülern, die ehrgeizig und wissbegierig sind und Interesse am Programmieren haben. Vor allem wer später einmal etwas mit Informatik machen will, kann sich in einem derartigen Workshop wichtiges Grundwissen aneignen und schon einmal reinschnuppern, ob es einem überhaupt interessiert.

Paul im Interview

Kannst du dir vorstellen nach dem Abitur in das Berufsfeld Informatik einzusteigen?
Nach einem Firmen-Praktikum 2012 hatte ich das Interesse am Programmieren etwas verloren, da aufgrund von fehlendem Wissen viel Langeweile aufkam. Ich tendiere eher zu praktischer Arbeit. Der „Entwickeln lernen“–Tag mit Uli bei der heco hat mir aber gezeigt, was alles möglich ist, wenn man Erfahrung mit dem Programmieren hat. Das fand ich sehr spannend und ich würde gerne später in dem Umfeld arbeiten.

Hast du seit dem Workshop nochmal programmiert oder das Thema vertieft?
Ja, das habe ich. Ziemlich häufig sogar – aber hierbei habe ich nicht selbst programmiert. Ich bin derzeit dabei ein wenig „Smart Home“ in mein Zimmer zu bringen – also Verschiedenes zu automatisieren. Dazu brauch ich natürlich auch Programme. Und da diese sich nicht von alleine schreiben, informiere ich mich immer wieder im Internet über Möglichkeiten.

Wie groß sind die Einstiegs-Hürden
Das Einrichten einer Programmierumgebung war viel einfacher als ich gedacht habe. Ich habe mir im Internet die kostenlose Version von Microsoft Visual Studio Express 2013 heruntergeladen, installiert und schon ging es los. Diese reicht für Anfänger völlig aus.

Wie viel hast du währenddessen verstanden?
Das Verstehen der einzelnen Schritte ist mir leicht gefallen, da wir die Lösung immer vorne an der Leinwand hatten und so die eigenen Fehler verbessern konnten. Nach ein paar Tagen habe ich aber gemerkt, dass ich noch viele Fragen habe. Deshalb habe ich mich mehrmals im Internet über verschiedene Befehle schlau gemacht.

Müssen Entwickler „nur“ programmieren?
Nein, ganz im Gegenteil. Das Programmieren in Form des Schreibens von Programmcode ist nur ein kleiner Teil der Arbeit, die ein Entwickler machen muss. Während des Workshops mit Uli ging es vor allem darum, wie man die richtigen Lösungsansätze findet.

Wem würdest du diesen Workshop empfehlen?
Den Workshop kann ich jedem empfehlen, der sich gerne mit dem Programmieren beschäftigt oder es lernen möchte. Außerdem besonders Schülern, die nach dem Abschluss der Schule zur Informatik tendieren. Der Workshop vermittelt viel Grundlagen-Wissen und man bekommt ein Gefühl dafür, was objektorientierte Programmierung ist. Ich denke, dass man durch so einen Schnupperkurs einfach mal sieht, was sich hinter dem Begriff Informatik verbirgt.